Marktplatz von Weinfelden im 19. Jahrhundert
Die Firma Bornhauser AG ist seit 4 Generationen ein Familienbetrieb.
Die folgenden Texte und Bilder zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus der bewegten Firmengeschichte.
Im Jahre 1864 wurde das Häuschen des Johann Jakob Bornhauser auf dem Marktplatz abgebrochen und in der Bannau mit Scheune und Stall wieder aufgestellt. Es wurde eine kleine Landwirtschaft betrieben mit über 20 kleinen Landparzellen in allen Himmelsrichtungen.
Im Jahre 1864 wurde das Häuschen des Johann Jakob Bornhauser auf dem Marktplatz abgebrochen und in der Bannau mit Scheune und Stall wieder aufgestellt. Es wurde eine kleine Landwirtschaft betrieben mit über 20 kleinen Landparzellen in allen Himmelsrichtungen.
Firmengründer Jakob Bornhauser vor dem neu erbauten Haus
Im Jahre 1887 begann der 1862 geborene Sohn Jakob, der gelernte Zimmermann,
in bescheidenen Verhältnissen eine Zimmerei, zuerst als Einmannbetieb. Die
Landwirtschaft wurde weitergeführt. Schon bald wurde ein Lehrling eingestellt, und
bis zur Jahreswende machte der Betrieb schon eine ansehnliche Entwicklung durch
und konnte einige Mitarbeiter beschäftigen.
Rathaus Weinfelden
Im Jahre 1898 wurden die Zimmerarbeiten für das Rathaus ausgeführt. Der Höhepunkt
im beruflichen Leben des Jakob war wohl die Zimmerarbeit am Kirchturm der
evang. Kirche im Jahre 1902.
Abbrucharbeiten an der Thurbrücke
Eine schlimme Zeit begann im Jahre 1913. Jakob Bornhauser übernahm den
Abbruch der hölzernen Thurbrücke, stürzte ins kalte
Thurwasser und zog sich eine Lungenentzündung zu, an deren Folgen er am 26.
Januar 1913 starb. Mutter Louise Bornhauser-Wolfensberger führte das Geschäft mit den
beiden Zwillingssöhne Albert und Jakob weiter. 1914 brach der 1. Weltkrieg aus und die
beiden mussten hunderte von Tagen Aktivdienst bei den Genietruppen leisten.
Einrichtung der Sägerei
Die
Zeit konnte einigermassen gut überbrückt werden, und im Jahre 1924 wurde die
Firma Gebrüder Bornhauser gegründet. In diesem Jahr wurde auch die Sägerei eingerichtet und im 1½-stöckigen Wohnhaus
ein Stockwerk eingebaut. Der Plan für die Vergrösserung des bestehenden
Wohnhauses wurde von Albert Bornhauser sen. gezeichnet. Zu jener Zeit führte der
Zimmermeister nicht nur die Arbeiten aus, er war gleichzeitig verantwortlich für die
Pläne und die Bauleitung.
Transport von Rundholz
Alles Rundholz wurde mit Pferdefuhrwerken, zwei- und vierspännig auf den
Werkplatz geführt. So erfolgte auch der Transport von Bauholz auf die Baustellen.
Nebenbei noch Landwirtschaft betrieben
Neben Sägerei und Zimmerei wurde in dieser Zeit immer noch die Landwirtschaft betrieben.
Mehr Aufträge trotz Kriesenzeit
Trotz Krisenzeit mehrten sich die Aufträge. Dachstühle bei Um- und Neubauten
wurden erstellt. In jener Zeit wurden ausserordentliche Leistungen vollbracht,
da der Abbund noch grösstenteils von Hand ausgeführt werden musste.
Chalet in Magdenau
Es entstanden verschiedene Chalets in der Magdenau. Für das abgebildete Haus
betrug der damalige Preis Fr. 30‘000.-. Das Bauland kostete Fr. 5.-/m2.
Erster Lieferwagen
Erst nach dem 2. Weltkrieg, im Jahre 1946, wurde der Landwirtschaftsbetrieb aufgegeben
und eine geräumige Abbundhalle erstellt. Ebenfalls wurde ein Lieferwagen
Ford, Jahrgang 1934, angeschafft. Es begann die motorisierte Zeit. Das Holz wurde
nicht mehr mit Pferdefuhrwerken, sondern mit Traktoren geführt.
Bereits 22 Mitarbeiter
Albert Bornhauser jun. absolvierte die Bauschule Aarau und schloss diese mit
dem Bauführerdiplom ab. 1951 erwarb er das Zimmermeister-Diplom und trat als
Geschäftsführer in den Betrieb ein. Im Jahre 1961 übernahm Albert Bornhauser den
Berieb der Gebrüder Bornhauser, der mittlerweile auf 22 Mitarbeiter angewachsen
war.
Sporthalle Güttingersreuti
Ein ganz besonderer Auftrag war die Überdachung der Sporthalle Güttingersreuti in
Weinfelden im Jahre 1972. In diesem Jahr wurde auch der Innenausbau des Festsaals
im Thurgauerhof ausgeführt.
Schloss Weinfelden
Ein weiterer Höhepunkt im Berufsleben des Zimmermeisters Albert Bornhauser waren
die Zimmerarbeiten am Schloss Weinfelden. Der damalige Geschäftsführer und
Mitarbeiter Zimmermeister Theo Keller stellte zusammen mit fünf Lehrlingen in 156
Arbeitsstunden ein Modell des Schlossturmes her. Er leitete auch die Abbund- und
Aufrichtearbeiten zur vollsten Zufriedenheit.
Kunsteisbahn Weinfelden
In Arbeitsgemeinschaften mit den Weinfelder Firmen Siegfried AG und W. Wiesli
wurden 2 Turnhallen und die Schwimmhalle beim BBZ und die Überdachung der
Kunsteisbahn Weinfelden mit verleimtem Brettschichtholz sowie zahlreiche weitere
Projekte ausgeführt.



